Innenbetreutes Wohnen
Unsere stationäre Regelgruppe bietet Jugendlichen klare Strukturen, einen verlässlichen Alltag und kontinuierliche pädagogische Begleitung innerhalb der Einrichtung. Hier entsteht das Fundament für eine stabile Entwicklung.
Was innenbetreutes Wohnen bedeutet
Beim innenbetreuten Wohnen leben Jugendliche in der Wohngruppe der Einrichtung und werden rund um die Uhr durch pädagogische Fachkräfte begleitet. Dieses Angebot ist die klassische Form der stationären Jugendhilfe nach § 34 SGB VIII - strukturiert, verlässlich und auf langfristige Entwicklung ausgerichtet.
Tagesstruktur
Feste Aufstehzeiten, gemeinsame Mahlzeiten, Hausaufgabenzeiten und Freizeitangebote geben Orientierung und vermitteln alltagspraktische Kompetenzen.
Gruppe & Gemeinschaft
Das Zusammenleben in der Gruppe ist ein pädagogisches Instrument: Jugendliche lernen Rücksichtnahme, Konfliktlösung und gemeinsames Wirtschaften.
Individuelle Hilfeplanung
Jeder Jugendliche hat einen individuellen Hilfeplan. Ziele, Maßnahmen und Fortschritte werden regelmäßig gemeinsam mit dem Jugendamt überprüft und angepasst.
Wer wird aufgenommen - und wie betreuen wir?
Zielgruppe
Die stationäre Regelgruppe eignet sich für Jugendliche zwischen ca. 15 und 21 Jahren, für die:
- Ein Verbleib in der Herkunftsfamilie nicht möglich oder kindeswohlgefährdend ist
- Ambulante Hilfen nicht ausreichend sind
- Eine klare Tagesstruktur und soziales Lernen in der Gruppe indiziert sind
- Kein spezifischer therapeutischer Intensivbedarf vorliegt
Betreuungsschlüssel & Team
Unsere Gruppen sind bewusst klein gehalten. Das Betreuungsteam setzt sich zusammen aus:
- Sozialpädagogen und Erziehern mit staatlicher Anerkennung
- Einer festen Bezugsperson je Jugendlichen
- Nachtbereitschaft und Rufbereitschaft
- Regelmäßiger Teamsupervision
Der konkrete Stellenschlüssel wird im Rahmen der Leistungsvereinbarung mit dem Jugendamt festgelegt.
Schule, Freizeit und Familienarbeit
Schulische Förderung
Wir kooperieren eng mit Schulen, begleiten Übergänge und unterstützen bei Hausaufgaben - damit Bildungslücken geschlossen und Schulabschlüsse erreicht werden können.
Freizeitgestaltung
Gruppenaktivitäten, Sport, kreative Angebote und die Anbindung an Vereine stärken soziale Kompetenzen und fördern ein positives Selbstbild.
Eltern- & Familienarbeit
Wo es sinnvoll und möglich ist, beziehen wir die Herkunftsfamilie aktiv in den Hilfeprozess ein - für eine tragfähige Perspektive nach der Maßnahme.